Guter Besuch trotz heftigen Wintereinbruchs
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Neunte Hessische Fachausstellung Jagen-Reiten-Fischen-Offroad zieht gut 8.000 Besucher an Breite Angebotspalette der Aussteller und abwechslungsreiches Rahmenprogramm überzeugen erneut/Messe-Geschäftsführung hat schon Jubiläumsmesse im Jahr 2011 im Visier Guter Besuch trotz eines heftigen Wintereinbruchs am Samstag: So lautet das Resümee der neunten Hessischen Fachausstellung Jagen-Reiten-Fischen-Offroad, die vom 5. bis 7. März in der Hessenhalle Alsfeld gut 8.000 Besucher zählte. „Jäger, Reiter, Fischer und andere Naturfreunde haben sich weitgehend als wetterfest erwiesen“, freute sich Messegeschäftsführer Wigbert Hill, als die Messehallen am Sonntagabend ihre Tore schlossen. Die Besucher der Fachausstellung zeigten sich mit dem breit gefächerten Angebot der rund 200 Aussteller, dem erneut erweiterten Rahmenprogramm und der Gastronomie aus dem Salzburger Land, der „ Stiegl-Alm“, sehr zufrieden. Und auch die kommerziellen Aussteller kamen, so ergab eine Umfrage, wieder auf ihre Kosten. „Wir mussten sogar einer Reihe von Firmen, die wegen eines Standplatzes anfragten, absagen“, berichtete Hill, der großen Wert auf eine „branchenreine“ Ausstellung legt. |
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Lockjagd im Gebirg‘ auf Rehbock und Hirsch Für die am Rahmenprogramm überaus interessierten Besucher gab es zahlreiche Attraktionen, und zwar in jeder Sparte. So zogen die jagdpraktischen Vorführungen des bekannten bayerischen Wildmeisters und Buchautors Konrad Esterl zur Lock-, Reiz- und Rufjagd ein breites Publikum an. Der Hochgebirgsjäger würzt seine Vorträge stets mit einer guten Prise oberbayerischen Humors und vermittelt seine Thematik so anschaulich und praxisnah wie kaum ein anderer. Wenn der „Jager vom Spitzingsee“ auf der Showbühne seinen „Pirschgang“ durch sein hochalpines Revier antritt und selbst für den Laien nachvollziehbar in den verschiedenen Situationen der Pirsch seine unterschiedlichen Lockinstrumente einsetzt, lebten die Bilder von der Hirsch- und Rehbrunft, von der Auer- und Birkhahnjagd und anderem mehr in den Zuschauern plastisch auf. Für die Grünröcke hält Esterl freilich so manch wertvollen Tipp parat, um Brunfthirsch, Rehbock, Fuchs und Co. – bis hin zu den Rauhfußhühnern – vor die Büchse und Flinte zu locken. Wildküche vom Feinsten – leicht gemacht Die Demonstration gehobener und raffinierter, aber dennoch einfach nachzuvollziehender Wild- und Fischküche zog die Feinschmecker ebenfalls in großen Scharen an, und das schon traditionelle, beispielhafte Wildzerwirken der Hegegemeinschaft Feldatal fand wieder ein großes, dankbares Publikum. Das Gleich gilt für die Vorstellung der Greifvögel durch die Komturei Hessen des Ordens Deutscher Falkoniere, die Vorstellung der Jagdhunderassen und die professionellen Auftritte der Jagdhornbläsergruppen, die eine angenehme akustische Abwechslung in das Rahmenprogramm brachten. Pferde, Reiter und Gespannfahrer Die Reit- und Fahrvereine sowie einzelne Teilnehmer hatten in der Pferdehalle ein teilweise ganz neues Showprogramm auf die Beine gestellt, das ihre treuen Vierbeiner und deren Besitzer in einem glänzenden Licht erscheinen ließ. Alle 14 Programmpunkte fügten sich zu einem gleichermaßen harmonischen wie rasanten Kaleidoskop der Reit- und Fahrvorführungen zusammen. Deshalb verdienen neben dem Pferdemusical „Galopp Global“ der „Dachreiter“ aus Herbstein alle anderen Vorführungen ebenfalls großes Lob, das Koordinator Klaus Schmelz (Lauterbach) und die Spitzenvertreter der anderen beteiligten Verbände wie Klaus Biedenkopf vom Verband Hessischer Ponyzüchter verdientermaßen einbezieht.
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Fliegenfischen – Kunst der Fischwaid Für den Verband Hessischer Fischer (VHF) hatten Geschäftsführer Leonhard Peter und seine regen Mitstreiter aus Vorstand und regionalen Fischereivereinen erneut ein Mitmach-Programm nicht nur für Petrijünger organisiert. Der VHF-Experte fürs Fliegenfischen schlechthin führte im Freigelände die Besucher in diese kunstvolle Art der Fischwaid ein. Zudem waren Fliegenbinden, der Bau von Blinkern, Posen und Futterkörbchen, Casting und vielerlei Informationen zur Fauna und Flora des „Lebensraums Bach“ sowie zum „Fisch des Jahres 2010“, der Karausche, und zu den Leistungen der Angelfischer für den Naturschutz angesagt. Eine Vielzahl von Nimroden und an der Jagd Interessierten holte am Informationsstand des Landesjagdverbandes bei Geschäftsführer Alexander Michel, den LJV-Berufsjägern und den Mitarbeiterinnen der LJV-Geschäftsstelle Rat ein. Manch einer wollte auch nur einfach gegenüber LJV-Präsident Dietrich Möller und LJV-Vorstandsmitgliedern seine pointierte Meinung zu jagdlichen und jagdpolitischen Themen kundtun. Die Informationsstände der ideellen Träger bildeten ebenso wie die Stände von Hessen-Forst (Forstamt Romrod) und dem hessischen Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer beliebte Anlaufstellen. Das galt auch für die Fachverlage und das Schießkino der Jagdzeitschrift „Pirsch“. Beliebter Treffpunkt alter Bekannter Dicht von Grünröcken umlagert war auch meist der Stand der Limburger Firma Waffen-Brühl, die die neue Blaser-Repetierbüchse R 8 und weitere Jagdwaffen der führenden deutschen Hersteller sowie ein Sortiment an Gebrauchtwaffen vorstellte. Daneben trafen die Messebesucher unter den Ausstellern auch „alte Bekannte“ wie den „Lederhosenmacher“, „Enzian-Grassl“ und andere mehr, mit denen sie neben dem „geschäftlichen“ Teil ihres Messerundgangs auch gerne ein kleines Schwätzchen hielten. Die hessische „Jagen-Reiten-Fischen-Offroad“ zeichnet sich überhaupt dadurch aus, dass sie sich trotz ihrer beachtlichen Besucherzahlen noch den Charakter eines Treffpunkts bewahrt hat, an dem man bekannte Gesichter trifft, miteinander plaudert und ein Gläschen zusammen trinkt. Zur Eröffnung der Fachmesse brachte LJV-Präsident Dietrich Möller in seiner Ansprache die Gemeinsamkeiten der beteiligten Gruppierungen auf den Punkt: „Wir Jäger, Förster, Fischer und Landwirte können doch wohl nicht so viel falsch gemacht haben, wenn wir sehen, wie sich Wildkatze und Luchs in ihren Lebensräumen wieder ausbreiten und sich sogar der Wolf wieder in Hessen einstellt.“ Messe-Jubiläum schon im Visier
Unterdessen bereiten Messe-Geschäftsführer Wigbert Hill und seine Assistentin Birgit Decher bereits die „Jubiläumsausgabe“ der Fachausstellung vor. Zur zehnten Hessischen Messe Jagen-Reiten-Fischen-Offroad könnte es eigentlich 2011 einen neuen Besucher-Rekord geben – wenn Petrus dann ein Einsehen hat und weder orkanartigen Sturm noch ein Schneechaos schickt. Dr. Klaus Röther |











